Vergangene Projekte/Veranstaltungen

2025: Wanderausstellung

20. Oktober bis 3. November: Wanderausstellung "Buchenwald war überall – Die Geschichte des KZ-Außenlagers Penig", Büro der Kreistagsfraktion der Partei DIE LINKE Mittelsachsen in Geringswalde

2025: Wanderausstellung mit Einführungsvortrag

5. bis 19. Oktober: Wanderausstellung "Buchenwald war überall – Die Geschichte des KZ-Außenlagers Penig" , Gedenkstätte des KZ Sachsenburg

2025: Infostand

14. September: Teilnahme mit einem Informationsstand am "Bunten Sommerfest", Muldeninsel Rochlitz

2025: Nacht der Bibliotheken

4. April: Teilnahme mit einem Informationsstand an der "Nacht der Bibliotheken" in der Stadtbücherei Penig

2025: Vortrag "Oft haben wir Gras gegessen." - Die Geschichte des KZ-Außenlagers Penig

10. Mai: Kirche Niederwürschnitz

2025: Wanderausstellung

4. bis 11. Mai: Wanderausstellung "Buchenwald war überall – Die Geschichte des KZ-Außenlagers Penig", Aula des Freien Gymnasiums Penig

2025: Eröffnung der Wanderausstellung

3. Mai: Festveranstaltung anlässlich der Eröffnung der Wanderausstellung "Buchenwald war überall – Die Geschichte des KZ-Außenlagers Penig"

2025: 80. Jahrestages der Befreiung des KZ-Außenlagers Penig

3. Mai: Gedenkfeier anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des KZ-Außenlagers Penig am Mahnmal am ehemaligen Lagerstandort, heutige Reitsportanlage in Langenleuba-Oberhain

2025: Infostand

4. April: Teilnahme mit einem Informationsstand an der "Nacht der Bibliotheken" in der Stadtbücherei Penig

2025: Vortrag "Oft haben wir Gras gegessen." - Die Geschichte des KZ-Außenlagers Penig

27. Januar: Mehrgenerationenhaus „Buntes Haus“ - Freiberg, Volkshochschule Mittelsachsen, anlässlich des Holocaust-Gedenktages

2024: Arne Bergsvik aus Norwegen, Sohn einer Überlebenden des KZ-Außenlagers besucht Penig

Am 10. Oktober besuchte uns Arne Bergsvik, Sohn der ehemaligen in Penig inhaftierten Zwangsarbeiterin Adrienne Zsúzsanna Mária Pajor geb. Komlós, mit seiner Frau Monica unsere Stadt und den Erinnerungsort.

Besuch Arne Bergsvik Besuch Arne Bergsvik

Wir hatte das große Glück seine außergewöhnliche Familiengeschichte kennenzulernen. Es waren einmal mehr beeindruckende und berührende Stunden mit einem Nachkommen einer Überlebenden des Frauen-KZ-Außenlagers Penig. Vielen Dank dafür Arne.

2024: Vortrag "Oft haben wir Gras gegessen." - Die Geschichte des KZ-Außenlagers Penig

2. Oktober: "Woche der Demokratie", Johann-Mathesius-Gymnasium, Rochlitz

2023: Emily Slomovits (USA) auf den Spuren ihrer Großmutter Blanka

Am 22. Juli gab unsere Bürger_inneninitiative zwei Führungen über das Gelände des ehemaligen Frauen-KZ-Außenlagers Penig. Zunächst begrüßten Jan Sobe und Ringo Gründel Emily Slomovits. Die US-Amerikanerin, deren Großmutter Blanka Gersten Zwangsarbeit in Penig leisten musste, machte auf ihrer Deutschland-Reise Zwischenstation in Penig. Die Musikerin aus dem Bundesstaat Michigan informierte sich über den Leidensweg ihrer Großmutter und war gerührt und dankbar über die ehrenamtliche Arbeit unserer Initiative.

Ihr Vater Sandor (Sohn von Blanka), der die Reise nicht mit antreten konnte, bedankte sich via E-Mail: "My wife and I ust spoke with our daughter on Facetime and she told us about your kindness and about you giving her a tour. I can't tell you how much this means to me and to our family. This is just a very brief note to thank you both and to wish you and your families the best. I will write again soon, but wanted to make sure to thank you right away."

Wenig später empfingen wir zehn Mitglieder des politisch aktiven Motorradclubs "Kuhle Wampe". Auch hier stand die Geschichte des Außenlagers im Mittelpunkt, aber es gab auch spannende Diskussionen, ob und welche Lehren aus den nationalsozialistischen Verbrechen gezogen worden sind.

"Ich möchte mich nochmals auch im Namen aller Teilnehmenden für Euren informativen und bewegenden Vortrag bedanken. Dass Ihr Euch den Samstagnachmittag für uns Zeit genommen habt, hat uns sehr gefreut.", so das Lob von "Kuhle Wampe".

2023: Vortrag "Oft haben wir Gras gegessen." - Die Geschichte des KZ-Außenlagers Penig

12. November: Im Rahmen "Sie waren unsere Nachbarn" - eines multimedialen Projektes zur jüdischen Geschichte in Sachsen in der Stadtkirche Penig

30. Oktober: Freies Gymnasium Penig

27. September: "Woche der Demokratie", Johann-Mathesius-Gymnasium, Rochlitz

24. März: Selbstverwaltetes Projekt Schuldenberg, Plauen

27. Januar: Das TIETZ, Volkshochschule Chemnitz, anlässlich des Holocaust-Gedenktages

2022: Tochter einer Überlebenden des Frauen-KZ-Außenlagers Penig zu Gast

Am 3. und 4. Juli war Éva Tamás, Tochter von Klára László (später Tamás), einer Überlebenden des Frauen-KZ-Außenlagers Penig, zusammen mit ihrer Freundin Dr. Margit Köves in Penig zu Gast. Éva wollte sich mit ihrem Besuch über die Geschichte des Lagers informieren und die historischen Orte anschauen. Bei diesem Wunsch unterstützte unsere Bürger_inneninitiative Éva sehr gern.

Beim gemeinsamen Abendessen berichtete sie über ihre Familiengeschichte und zeigte uns Familienfotos aus verschiedenen Lebensphasen ihrer Mutter. Éva wohnt in Budapest in einem 72 m² großen Haus mit kleinem Garten, welches ihr Großvater Jószef 1942 zur Hochzeit ihrer Mutter Klára und deren ersten Ehemann Andor bauen ließ. Ihr Großvater arbeitete als Direktor in einer Chemiefabrik, wurde dann zur Zwangsarbeit einberufen, an deren Folgen 1944 oder 1945 im Alter von 56 Jahren starb. Ihre Großmutter Váleria war bereits 1938 mit 42 Jahren an einer Leberkrankheit verstorben.

Andor László (* 1912), der erste Ehemann von Évas Mutter Klára, kam beim Einsatz im Zwangsarbeitsbataillon der Ungarischen Armee, zu dem jüdische Männer gezwungen waren, Anfang 1943 an der Ostfront ums Leben, wovon Klára jedoch erst nach dem Ende des Krieges erfuhr.

Klára wurde am 02.05.1918 in Selmecbánya (heute Banská Štiavnica/Slowakei) geboren und schloss die Schule mit Abitur ab, durfte jedoch aufgrund des Numerus clausus (er beschränkte die Zahl der Jüdinnen und Juden, die studieren durften auf 6 %) nicht studieren. Sie absolvierte deshalb auf Rat ihres Vaters eine Berufsausbildung als Näherin. Bis zu ihrer Hochzeit arbeitete sie auch in diesem Beruf. Im Frühjahr 1944, nachdem Ungarn von den Deutschen besetzt wurde, musste Klára, wie nahezu alle in Budapest lebenden Jüdinnen und Juden in ein sogenanntes Sternenhaus umziehen, wo sie sich mit Bekannten eine Wohnung teilen musste. Anfang November wurde sie von Pfeilkreuzlern (Anhänger der faschistischen Partei in Ungarn) und der Gendarmerie aus der Wohnung geholt und in die Ziegelfabrik in Óbuda gebracht. Von dort wurden die gesammelten Jüdinnen und Juden nach Deutschland deportiert. Klára wurde in einem Viehwaggon in das Frauen-KZ Ravensbrück transportiert, wo sie am 9. Dezember 1944 ankam.

In Ravensbrück wurde sie mit bis zu 2.000 anderen Frauen in einem Zelt völlig ohne Einrichtung untergebracht. Später stellte man dort noch dreistöckige Betten auf, wo bei bis zu drei Frauen in einem Bett schlafen mussten. Klára blieb in diesem Zelt etwa bis zum 10.01.1045 ehe sie im Rahmen einer Selektion für die Zwangsarbeit in Penig ausgesucht wurde. In Penig kam sie mit 699 anderen Frauen wahrscheinlich am 13. Januar 1945 an.

Klára wurde mit der Auflösung des Außenlagers Penig am 13. April 1945 auf den sogenannten Todesmarsch geschickt. Auf dem Weg nach Chemnitz gelang ihr kurz vor Chemnitz die Flucht zusammen mit einer Freundin aus dem Peniger Außenlager. Die beiden Frauen fanden Zuflucht bei einer Familie Lorenz, die am Stadtrand von Chemnitz lebte. Für Lebensmittel und Unterkunft nähten sie für die Familie und deren Nachbarschaft Kleider. Im Juni oder Juli 1945 kehrten die beiden Frauen mit dem Zug nach Budapest zurück.

Klára wartete vergebens auf die Rückkehr ihres Mannes Andor und ihres Vaters József. Nach der Todesmeldung von Andor heiratete sie 1947 Béla Tamás (* 1907), der den Einsatz in einem der Zwangsarbeitsbataillone überlebt hatte und bereits im November 1944 nach Budapest zurückgekehrt war. Um seine erste Frau und seinen noch nicht einmal einjährigen Sohn vor den Flugzeugangriffen der Roten Armee auf Budapest in Sicherheit zu bringen, hatte dieser die Beiden im Frühjahr 1944 zu den Schwiegereltern auf das Land gebracht, etwa 50 km von Budapest entfernt. Da die Jüdinnen und Juden außerhalb Budapests zuerst deportiert wurden, betraf dies auch seine erste Frau, seinen Sohn und seine Schwiegereltern, die alle im Mai/Juni 1944 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz verschleppt und wahrscheinlich dort sofort ermordet wurden.

Klára, die bis zur Heirat mit Béla wieder als Näherin arbeitete, wurde 1948 Mutter eines Sohnes Pál und 1950 einer Tochter Éva. Die Familie lebte zusammen mit der Mutter des ersten Ehemanns von Klára (Ilona László) und dem Vater ihres zweiten Mannes wieder in ihrem Haus in Budapest. Béla arbeitete u.a. im ungarischen Konsulat in Bonn und verstarb 1972.

Klára, die einen ausgeprägten Familiensinn hatte, kümmerte sich zeitlebens um das Haus und die Bedürfnisse der Familienmitglieder und starb 2018 im Alter von 100 Jahren.

Sohn Pál studierte Soziologie und arbeitete in der ungarischen Akademie der Wissenschaften, lehrte aber auch als Dozent an der Lomonossow-Universität Moskau und in Kasachstan.

Tochter Éva studierte Ökonomie und arbeitete im Außenhandel und in einer Handelsbank. Sie hat eine Tochter und drei Enkel, die alle in Israel leben.

Am zweiten Tag des Besuchs von Éva und Margit zeigten wir unseren Gästen einen Teil unserer Forschungsergebnisse. Sie zeigten sich einerseits von der Arbeit unserer Initiative beeindruckt, vor allem darüber, dass noch viele Dokumente zur Geschichte des Lagers auffindbar waren. Andererseits fanden sie die bürokratische detaillierte Dokumentation der Verbrechen, die die Nationalsozialisten durchführten, erschreckend. Im Anschluss an die Vorstellung der Dokumente besichtigten Éva und Margit das Gelände des ehemaligen Max Gehrt-Werks, an denen Évas Mutter Zwangsarbeit leisten musste und ließen es sich nicht nehmen, den etwa 4 km zum Außenlager in Langenleuba-Oberhain Weg zu Fuß zurückzulegen, den Klára täglich zweimal gehen musste. Bei ihrem sehr herzlichen Abschied bedankten sich Beide für die ehrenamtliche Erinnerungsarbeit unserer Initiative.

2022: Vortrag "Oft haben wir Gras gegessen." - Die Geschichte des KZ-Außenlagers Penig

14. Juni: Esche-Museum, Limbach-Oberfrohna, im Rahmen der Vortragsreihe „Umbruch & Tragödie“ der Sozialen & politischen Bildungsvereinigung L-O. e.V.

19. März: Treff „Burgi“, Rochlitz

2021: Broschüre "Oft haben wir Gras gegessen." zum Frauen-KZ-Außenlager

Anknüpfend an die drei 2017 bis 2021 realisierten Gedenk- und Informationstafeln zum KZ-Außenlager Penig bzw. zur nationalsozialistischen Zwangsarbeit in Penig wurde 2021 eine Broschüre zu diesen Themen erarbeitet. Hierbei werden wesentliche Ergebnisse der oben beschriebenen Recherche in Kombination mit ausgewähltem Quellenmaterial zur Geschichte des KZ-Außenlagers Penig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Inhaltlich gibt die Broschüre zunächst einen allgemeinen Überblick über nationalsozialistische Zwangsarbeit, bevor sie den Antisemitismus und Holocaust in Ungarn sowie den Weg der jüdischen bzw. als Jüdinnen Verfolgten Frauen nach Deutschland rekonstruiert. In ihrem Hauptteil thematisiert die Broschüre detailliert die Lebens- und Arbeitsbedingungen im KZ-Außenlager Penig sowie im Peniger Max Gehrt-Werk und geht anschließend auf die Todesmärsche und die Befreiung des KZ-Außenlagers ein. Abschließend widmet sich die Broschüre der Strafverfolgung der Täter_innen sowie der nach dem Zweiten Weltkrieg betriebenen Aufarbeitung der Geschichte des KZ-Außenlagers.

Broschüre Broschüre

Die 56 A4-Seiten umfassende kostenlose Broschüre mit dem Titel "Oft haben wir Gras gegessen." wurde im Dezember 2021 in einer Auflage von 1.500 Exemplaren gedruckt. Sie wurde an Schulen in der Region in und um Penig ausgegeben werden, um sie bei der im Rahmen des Geschichtsunterrichts stattfindenden Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus einsetzen zu können. Darüber hinaus wurde die Broschüre sachsenweit in thematisch geeigneten Museen und Gedenkstätten zur kostenlosen Mitnahme ausgelegt werden. Auch in der Stadtbibliothek Penig kann sich die Broschüre ausgeliehen werden. Derzeit ist die Broschüre vergriffen. Eine zweite, überarbeitete Auflage ist angedacht.

Dank der Initiative von Dr. Eva Brownstone, der Tochter von Lili Abraham, einer der Überlebenden des Außenlagers, ist die Broschüre auch in ungarischer Sprache erhältlich.

Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden:

Broschüre in deutscher Sprache

Broschüre in ungarischer Sprache

2021: Demokratieprojekt Vielfalt und Demokratie (er-)leben!

Bei der im Zeitraum vom 11. bis 14. Oktober im Freien Gymnasium Penig stattgefundenen Fächerverbundwoche für die Klassenstufen 9 bis 11 unter dem Motto „Vielfalt und Demokratie (er-)leben“ wirkte unsere Bürger_inneninitiative bei der Organisation und Durchführung hauptverantwortlich mit. So haben sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Vielzahl an unterschiedlichen Ursachen auseinandergesetzt, die Menschen dazu bewegen, ihre Heimat zu verlassen bzw. verlassen zu müssen. Daran anknüpfend sind die Jugendlichen in der Aula mit drei geflüchteten Menschen, die ursprünglich aus dem Iran, Dubai und Afghanistan stammen, ins persönliche Gespräch gekommen. Sehr eindringlich haben die Geflüchteten hierbei die gesellschaftlichen wie auch politischen Umstände in ihren Herkunftsländern sowie die Gründe und den schwierigen Verlauf ihrer Flucht geschildert, um anschließend auf ihre derzeitige Lebenssituation in Deutschland und die damit verbundenen Hürden und Probleme einzugehen. Ein Workshop, der von der „Initiative für mehr Verantwortung im Breitensport“ durchgeführt wurde, hat Diskriminierungen im Bereich des Fußballs thematisiert. Dank der Unterstützung des trafo e.V. konnte gemäß des vereinseigenen Slogans „Demokratie.Miteinander.Leben“ darüber hinaus ein Demokratietraining für die Schülerinnen und Schüler organisiert werden, um ihnen die Vorzüge dieser Gesellschaftsform noch einmal vor Augen zu führen. Um den Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, wohin Diskriminierungsformen wie Rassismus oder Antisemitismus bzw. die Bekämpfung und Abschaffung der Demokratie führen können, wurde mit den Klassenstufen 9 bis 11 die Geschichte des KZ-Außenlagers Penig rekonstruiert. Eine daran anknüpfende Besichtigung des Ortes der ehemaligen Zwangsarbeit wie auch des ehemaligen Lagergeländes hat den Schülerinnen und Schülern zudem vermittelt, dass nationalsozialistische Verbrechen ein flächendeckendes Phänomen waren, die auch in der eigenen Heimatregion stattgefunden haben.

2021: Vortrag zur Geschichte des KZ-Außenlagers Penig

„Erinnerungsorte – zum Umgang mit der schwierigen Vergangenheit“ - Workshop mit Jan Sobe, Bürger_inneninitative „Gesicht zeigen“ - Netzwerk für demokratisches Handeln am 18. September im Schloss Colditz

2021: Erarbeitung und Aufstellung einer Gedenktafel auf dem Friedhof Langenleuba-Oberhain

Am 8. August wurde am Ort der Bestattung auf dem Friedhof Langenleuba-Oberhain eine von unserer Bürger_inneninitiative erarbeitete Gedenktafel aufgestellt. Auf ihr finden sich zehn Namen der insgesamt 14 im Lager verstorbenen sowie verscharrten und im September 1945 dorthin umgebetteten Frauen wieder. Die genaue Identität der verbleibenden vier verstorbenen Frauen konnte bislang nicht ermittelt werden.

2021: Vortrag zur Geschichte des KZ-Außenlagers Penig

15. Juli: beim Heimatverein Chursdorf e.V.

2020: Erarbeitung und Aufstellung einer Infotafel am ehemaligen Ort der Zwangsarbeit

Am 1. September, dem Weltfriedenstag, wurde durch unsere Bürger_inneninitiative eine weitere Informationstafel erweitert, die sich am Ort der einstigen Zwangsarbeit, d.h. dem ehemaligen Gelände des Max Gehrt-Werks an der Uhlandstraße/Am Pfaffenbusch in Penig befindet. Zudem luden wir an diesem Tag dazu ein, im Gedenken an die ehemaligen Zwangsarbeiterinnen den Weg vom damaligen Werk bis zum ehemaligen Lager in Langenleuba-Oberhain zu gehen. Diesen Weg mussten die Mädchen und Frauen von Januar 1945 bis April 1945 tagtäglich, zum Teil bei bitterster Kälte, hin- und zurücklaufen. Im Anschluss an diesen Weg des Gedenkens fand eine Gedenkveranstaltung am 1967 errichteten Mahnmal statt. Untermalt von traditionellen jüdischen Liedern erinnerten wir an das Außenlager und die Zwangsarbeit mit einem Kurzvortrag zur Lagerhistorie und durch das Verlesen eines bewegenden Zeitzeugenberichts einer Überlebenden. Beendet wurde die Veranstaltung mit dem Niederlegen von Blumen und Steinen.

2019: Erarbeitung dieser Homepage

Im Mai ging diese Homepage online, die mit Blick auf die Angehörigen der ehemaligen Zwangsarbeiter_innen mittlerweile auch in ungarischer Sprache abrufbar ist. Ein Übersetzung ins Englische ist geplant.

2017: Erarbeitung und Aufstellung einer Infotafel am ehemaligen Lagerstandort

Am 17. November wurde im Rahmen eine von unserer Bürger_inneninitiative organisierten Festveranstaltung eine durch sie selbst erarbeitete und gestaltete Informationstafel eingeweiht, die sich am ehemaligen Standort des Außenlagers neben dem seit 1967 bestehenden Mahnmal befindet. Die im Gemeinderaum der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Langenleuba-Oberhain durchgeführte Veranstaltung umfasste u. a. einen Vortrag zur Geschichte des Lagers sowie Klezmer-Livemusik der Band Caputocliques.

2016: Besuch des englischen Lyrikers George Szirtes, Sohn der Überlebenden Magda Nussbächer

Im Sommer 2016 besuchte auf Einladung unserer Bürger_inneninititive der renomierte englische Lyriker und Buchautor George Szirtes sowohl Penig als auch das ehemalige Lagergelände. In einem öffentlichen Bürger_innenforum berichtete Szirtes über seine Lebensgeschichte und die seiner Mutter Magda Nussbächer. Sie war als junge Frau Häftling im Außenlager. Er rezitierte aus seinem Poem „The Penig Film“, welches im September 2009 im erschienenen Buch „The Burning of the Books and Other Poems“ veröffentlicht wurde, verarbeitete Szirtes den kurzen Ausschnitt über das Lager Penig aus dem einstündigen Film mit dem Titel „Nazi Concentration Camps“ aus dem Jahr 1945 künstlerisch. Im Rahmen eines in der Aula des Freien Gymnasiums Penig stattgefundenen Podiumsgespräches beantwortete Szirtes auch den dort lernenden Schüler_innen zahlreiche Fragen. Außerdem nahm er an einer Unterrichtsstunde des Englisch-Leistungskurses teil.

2015: Jüdischer Abend

Jüdischer Abend in der Peniger Begegnungsstätte »mittendrin« am 9. November mit einem Vortrag von Uwe Dziuballa, Ehrenvorsitzender des »SCHALOM e.V. - Deutsch-Israelisch-Jüdische Begegnungsstätte Chemnitz«

2015: Projekttag im Freien Gymnasium Penig

Erster Projekttag mit den 9.Klassen des Freien Gymnasiums Penig zum »KZ-Außenlager Penig« am 13. Mai mit Besuch des Geländes in Langenleuba-Oberhain, auf dem sich von 1944 bis 1945 ein Außenlager des KZ Buchenwald befand. In Zusammenarbeit mit dem Gymnasium folgten drei weitere Projekttage und ein weiterer mit der Peniger Friedrich-Eduard-Bilz-Oberschule.

2014: Ausstellung „Hass vernichtet“

Ausstellung »Hass vernichtet« von Irmela Mensah-Schramm vom 26. September bis 8. Oktober im Freien Gymnasium Penig und Workshops „Mit bunten Farben gegen braune Parolen“ und „Nach dem Rechten gesehen - Lifestyle und Codes der rechtsextremen Szene“

2014: Weiterbildung für Übungsleiter

»Handlungs-Möglichkeiten in der Auseinandersetzung mit dem Denken und Handeln von (Neo-) Nazis« am 15. März in Lunzenau in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro Sachsen e.V., dem SV Fortschritt Lunzenau e.V. und dem TSV Penig e.V., an der 16 Übungsleiter teilnahmen.